Ahnung wie eine Kuh vom Sambatanzen

Leserbrief zum Artikel „Wie man sich nach Bern kuschelt“, in der az Limmattaler Zeitung vom 15.10.2015

(Anmerkung der Redaktion: Zum besseren Verständnis haben wir die Passagen in kursiver Schrift dokumentiert, welche die Redaktion der az Limmattaler Zeitung herausgestrichen und nicht publiziert hat)

Bedauerlicherweise haben die Damen und Herren National- bzw. Ständeratskandidaten von der Limmattalbahn so viel Ahnung wie eine Kuh vom Sambatanzen, sind sich aber nicht zu schade, auf Grundlage dieser fundierten Unwissenheit ihre Fachkommentare abzugeben. Schade, von jemandem, der für den National- oder Ständerat kandidiert, hätte ich erwartet, dass er/sie dazu steht, wenn er/sie zu einem Projekt keine Stellung beziehen kann. Man kann schliesslich nicht alles kennen oder wissen. Beispielsweise hat Schlieren die „zahlreichen schönen Plätzchen“ nur in der Keksdose und nicht in Form schöner Orte, die zum Verweilen einladen. Die Grünflächen wurden nach und nach fast alle überbaut. Der Stadtplatz ist als Nächstes dran und wird Dank Limmattalbahn zum Albisriederplatz West. Und selbst der Projektleiter der Limmattalbahn, Herr Issler, hat mittlerweile eingesehen, und sagt dies auch, dass die Limmattalbahn mit der Glattalbahn nicht zu vergleichen ist. Letztere wurde weitgehend über freies Feld gebaut, während die Limmattalbahn mitten durch bereits dicht besiedeltes Gebiet fahren soll. Da ist ausser im Niderfeld in Dietikon nicht mehr viel zu investieren. Wo und für wen steigert die Limmattalbahn die Lebensqualität in der Region? Vermutlich nur für diejenigen, die sich durch den Bau nach allen Regeln der Kunst die Taschen mit unseren Steuergeldern vollstopfen.

Irene Brunner, Schlieren

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