Das Limmattal will keine neue Bahn

Leserbrief in der NZZ vom 23. Oktober, für Sie gelesen:

Stefan Hotz wägt in seinem Meinungsbeitrag (NZZ 15.10.15) die Vor- und Nachteile der umstrittenen Limmattalbahn ab. Und er befürwortet das Projekt, obschon er weiss, dass die Opposition vor Ort laut ist, namentlich in den zwei stark betroffenen und geplagten Städten Schlieren und Dietikon. Ob die Gegnerschaft im direkt betroffenen Limmattal sich auch in der kantonalen Abstimmung zeigen werde, wisse man erst am 22. November. Das ist keine hilfreiche Feststellung. Dann ist es zu spät.

Die Limmattaler Bevölkerung wird mit Sicherheit gegen das Projekt stimmen. Und was dann?

Darf der Rest des Kantons entscheiden, dass in Dietikon und Schlieren „die Bevölkerung wächst, die Arbeitsplätze zunehmen, die Häuser höher werden“, obschon die Bewohner das nicht wollen?

Der Autor sagt ja, „damit an anderen Orten die Landschaft vor Überbauung verschont bleibt.“

Dass die Gemeindebehörden rechts der Limmat die neue Bahn vehement unterstützen, haben sie bei St. Florian gelernt: „Heiliger Sankt Florian verschon‘ mein Haus, zünd‘ andre an“.Die Bedrohung wird nicht gelöst, sondern auf andere abgeschoben.

Wenn es um die bessere Erschliessung des Limmattals durch den öffentlichen Verkehr ginge, dann wäre die Verlängerung des 13er Trams auf der rechten Talseite von Höngg über Engstringen, Weinigen, Würenlos, Wettingen nach Baden eine echte Kapazitätserweiterung.

Aber wir wollen auf der rechten Limmattalseite keine Limmattalbahn. Verschonen wir die linke Talseite. Stimmen wir Nein.

Hans Geiger, Weiningen

(Anmerkung der Redaktion: In blau kursiv sind Ausführungen, welche die NZZ gestrichen hat)

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