Die Argumente der Gegner kommen zu kurz

Leserbrief in der az Limmattaler Zeitung vom 11. September:

Die az Limmattaler Zeitung versucht offensichtlich, die miserable Präsentation der Befürworter der Limmatstadtbahn letzte Woche in Dietikon in den Hintergrund zu drängen und zeigt „die Lösung für die Limmattaler Verkehrsprobleme“ auf. Als Blickfang werden die Visualisierungen der Limmattalbahn AG eingesetzt, die gravierende Mängel aufzeigen und die Gedanken der Planer verraten: Vier Bilder mit ganzen vier Personenwagen aber mit jeder Menge Fussgänger und Radfahrer! Killwangen als Flaschenhals, wo keine Umkehrschlaufe möglich ist, weshalb spezielle Zweiwegfahrzeuge eingesetzt werden müssen. Zürcher und Zürcherinnen finanzieren den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Kanton Aargau.

60 % der Stimmberechtigten in Schlieren und Dietikon haben sich in einer repräsentativen Umfrage gegen die Limmattalbahn ausgesprochen. Die az Limmattaler Zeitung reserviert ganze 10 % des Platzes für tendenziös und unvollständig von der Befürworterseite formulierte Argumente der Gegner. Unterschlagen werden unter anderem die vielen Nachtteile und den zusätzlichen Verkehr, welche die Bahn bringen wird, und die damit verbundenen neuen Risiken und Gefahren. Nichts gesagt wird zu den brennenden und offenen Fragen der Bevölkerung, zu den weiteren Investitionskosten, die den Gemeinden aufgebürdet werden. Wir haben sie im Internatsie auf http://limmattalbahn-nein.ch/limmattalbahn-podiumsdiskussion-die-nerven-liegen-blank/ aufgelistet. Kein Wort über die steigenden Billetpreise und die Defizite die den Gemeinden aufgebürdet werden. Kein Wort darüber, was die Limmattalbahn der Bevölkerung konkret bringt.

Es wird einfach kritiklos wiederholt, was die Limmattalbahn AG und die Politiker der Bevölkerung aufzwingen wollen. Zu hoffen bleibt, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dies durchschauen. Es ist unmöglich, in einem Leserbrief all die Mängel dieses Berichtes aufzuzeigen, da dieser zu lang wäre und somit erfahrungsgemäss nicht publiziert würde. Schade. Eine objektiv und ausgewogen berichtende Lokalzeitung wäre wünschenswert.

Hugo Panzeri

Zur Visualisierung: Mit  45 m langen Monsterzügen wird die Limmattal wohl den ganzen Tag fast leer herumfahren. Alle 15 Minuten zur Kantonsschule, damit die zu spät kommenden Schüler ihr Reiseziel bequem erreichen.

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