Es gibt nur eine Lösung, die U-Bahn – später

Leserbrief in der az Limmattaler Zeitung zum Leserbrief vom 23.9. – Ein Tram ist immer attraktiver als ein Bus

Mich amüsieren die lauen Aussagen der Limmattalbahn-Befürworter immer wieder aufs Neue. Im Leserbrief rügt Herr Joss die Stadt Luzern, weil sie in den 50er- und 60er- Jahren vom Tram auf den Bus umgestiegen ist. Das haben wir Zürcher schon früher begriffen, als 1930 die Limmattal-Strassenbahn AG in Liquidation ging und das Rösslitram dem Bus Platz machen musste. Als Herr Joss als Präsident des Dietiker Parlamentes einen Gemeinderatsausflug nach Luzern organisierte, wurde er nervös und bekam Angst, weil sein Bus im Stau feststeckte und er befürchtete, seinen nächsten Termin zu versäumen. Mit der Limmattalbahn wäre das natürlich nicht passiert, weil diese zu 90 % Prozent auf eigenem Trassee fahre. Mit der Angst bekommt es Herr Joss definitiv zu tun, wenn die Limmattalbahn in einen Personenunfall verwickelt wird und das tonnenschwere Tram mit speziellen Hydraulikhebern aus den Schienen gehoben werden muss, um die Opfer zu bergen. Während dieser Bergung geht „bahnmässig“ für Stunden gar nichts mehr im Limmattal. Gerne erinnere ich an dieser Stelle an die allseits beliebte Glattalbahn… Da besinnen wir uns doch gerne an den Bus, der die gestrandeten Passagiere auf seiner eigenen Busspur weitertransportieren kann. Es gibt nur eine Lösung, die U-Bahn, nicht heute, aber morgen – unseren Enkeln zuliebe.

Gianreto Calonder
Geschäftsinhaber, Dietikon

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