HEV Präsident entscheidet in eigener Herrlichkeit

 

Leserbrief in der az Limmattaler Zeitung vom 14. August 2015:

Wer fernab der Linie wohnt, kann leicht reden.

Ich danke dem Vorstand des HEV Schlieren, dass er hinter uns steht, und die Interessen der Haus- und Wohnungseigentümer in Schlieren wirklich vertritt. Die Befürworter wohnen alle abseits der uns oktroyierten Linie der Limmattalbahn. Und woher Herr Egloff für sich das Recht ableitet, der Allianz pro Limmattalbahn von unserem Geld 20.000 Franken zu überweisen, weiss ich nicht. Ich wüsste es aber gern von ihm. Er wirft dem Vorstand des  HEV Schlieren vor, seine Mitglieder für die Nein-Parole nicht gefragt zu haben, entscheidet aber in eigener Herrlichkeit über Finanzen, oder zahlt er es aus eigener Tasche? Er soll sich doch einmal vorstellen, was er tun würde, wenn man ihm in seinen Vorgarten eine Haltestelle baut oder,  wenn er, bedingt durch einen ein Meter hohen Zaun, nur mit grossem Umweg, auf die andere Strassenseite kommt. Wäre er dann auch noch der Meinung, dass man Gesamtinteressen vor Individualinteressen stellen müsse? Es gäbe für alle verträglichere Lösungen. Herr Friedrich hat es im Artikel beschrieben. Als Demokrat sollten Sie sich auch einmal informieren, warum, vor allem die Bewohner der Spitalstrasse in Schlieren, aber nicht nur die,  gegen die Linienführung der Bahn sind. Aus weiter Ferne darüber zu befinden ist leicht, kommen Sie einmal zu uns, und sehen Sie sich die Aussteckungen an. Dann werden Sie wissen, warum wir gegen die Bahn sind. Sprechen Sie mit uns. Sie sind doch auch unser Vertreter in Bern. Wir haben Unterschriften gesammelt, damit es wenigstens zur Abstimmung kommt, auf die sich jetzt so gern berufen wird. Wir haben alles selbst bezahlt. Es ist und bleibt ein Kampf David gegen Goliath. Wer hat ihn gewonnen?

Heidemarie Busch
Gemeinderätin CVP Schlieren

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