Mit Schulden in die Zukunft

Leserbrief zur az Limmattaler Zeitung vom 6. Mai 2015, Aargauer Grosser Rat gibt grünes Licht:

Da habe ich doch tatsächlich gelesen, dass der Aargauer Grosse Rat mit viel Jubel fast einstimmig 180 Millionen für die Limmattalbahn (LTB) bewilligt habe. Nur –  und das ist offenbar eine Zeiterscheinung, – wisse man nicht, aus welchem Kässeli diese Summe dereinst zu zahlen sein werde.

Meines Erachtens eine himmelschreiende Arroganz unserer  elitären Politik, mit Geld umzugehen, das man gar nicht hat und die unendlich hohen Schulden ganz einfach den kommenden Generationen überlassen. Als Bürger könnten wir ähnlich reagieren und den Steuerbehörden mitteilen, dass man wohl herzlich gerne den geforderten Obolus zu zahlen bereit wäre, nur wisse man nicht, aus welchem Kässeli noch etwas zu holen sei.

Auch in Dietikon, wo die Kässeli ebenfalls leer sind, weil die Politik meist mehr ausgibt als sie hat, wird stets nur von den Grundkosten für die Bahn berichtet. Die zusätzlichen Ausgaben für Abbruch von Häusern, von Sanierung der Zufahrtstrassen, für das Abholzen der erst kürzlich gepflanzter Bäume, ja sogar von Enteignung von privatem Eigentum, verbunden mit Schulden in unbekannter Grösse, wird wissentlich erst nach der Abstimmung diskutiert. Hingegen werden jene Bürger, die sich für das halb so teure Projekt „Bus statt Bahn“ einsetzen,  mit allen Mitteln deklassiert.

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