So rührend sorgt die Stadt Schlieren für ihre Einwohner

Leserbrief zur az Limmattaler Zeitung vom 6.5.: Limmattalbahn – Aargauer Grosser Rat gibt grünes Licht

Man kann es dem Aargauer Grossen Rat nicht verübeln, dass er dem Kredit für die Limmattalbahn zustimmt. Schliesslich erhält der Kanton Aargau diesen Zubringer zum Shoppi als Geschenk vom Kanton Zürich. Der eine zahlt, der andere profitiert. Wir im Spitalquartier erhalten derweil einen kleinen Vorgeschmack darauf, was uns dereinst beim Bau der Limmattalbahn erwartet: Für den Spitalneubau fahren die 40-Tönner nun durch die Spitalstrasse (Gemeindestrasse!). Das werden wir beim Bau der Limmattalbahn (und des Färberhüslitunnels) auch geniessen, obwohl in den Plangenehmigungsunterlagen behauptet wird, «grundsätzlich» fänden die Transporte nicht über Gemeindestrassen statt. Beim Aushub des Färberhüslitunnels macht man eine «Ausnahme» und legt als Transportroute die Spitalstrasse fest. Mit 1000 Fuhren – also 2000 Lkw-Bewegungen – dürfen wir mindestens rechnen. Für den Spitalneubau wurde nun auch noch mehr als die Hälfte der Parkplätze in der blauen Zone in der Spitalstrasse als Warteraum für die Kipper «beschlagnahmt», bis auf weiteres von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr. Die Anzahl der Parkplätze ist sowieso viel zu gering, da die Stadtpolizei Schlieren auf Weisung des zuständigen Stadtrates (!) widerrechtlich Parkkarten an Urdorfer Unternehmer (für deren Firmenfahrzeuge) und deren Mitarbeiter vergibt. Vielleicht werfen die Herrschaften gelegentlich mal einen Blick in das einschlägige Reglement. Man sieht: Auch in diesem Fall ist die Stadt Schlieren wieder rührend um das Wohl ihrer Einwohner besorgt.

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