Spekulative Argumente von 60 Behördevertretern

Leserbrief zur Limmattalbahn zum Manifest in der az Limmattaler Zeitung vom 3.11.2015:

Spekulative Argumente
Auch wenn sich die rein spekulativen Argumente der 60 Behördenvertreter betreffend die verschiedenen Entwicklungen in der fernen Zukunft als richtig erweisen sollten, werden die überwiegenden Nachteile dieses Projektes mit schwerwiegenden Auswirkungen  nicht aus der Welt geschafft. Haben diese Personen die Projektunterlagen im Detail studiert?

Verhältnis der Kosten zu Nutzen der LIMMATTALBAHN (LTB) kann nicht stimmen
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt in keiner Weise, denn es sollen heute für die betriebsbereite Limmattalbahn weit  über eine Milliarde Franken einmalige Ausgaben zulasten des Steuerzahlers getätigt werden, für ein Projekt basierend auf unrealistischen Annahmen, einer sehr ungewissen Entwicklung und kurzen ÖV-Stosszeiten. Zusätzlich müssten die hohen Betriebsverluste mit höheren Steuern und Tarifen gedeckt werden, siehe Opfikon-Glattbrugg.

Absurder Vergleich der LTB mit der Glattalbahn (VBG) durch die Befürworter
Ein Vergleich der LTB mit der VBG ist völlig absurd, weil die ÖV-Benützer dieser Regionen ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben: VBG Ziel Flughafen, LTB unattraktives Ziel Spreitenbach/Killwangen. Besucher des Einkaufszentrums Spreitenbach würden kaum die LTB benützen. Zudem konnte das Gebiet der VBG ohne S-Bahn im Gegensatz zum Limmattal neu erschlossen werden. Das von Befürwortern der LTB wegen der VBG hoch gelobte Wachstum mit angeblich positiven finanziellen Auswirkungen ist sehr fragwürdig, haben sich die Steuersätze in Opfikon-Glattbrugg doch von 88 % in 2007 auf 102 % für 2015 erhöht, 2009 und 2010 sogar auf 104 %. Die Behauptung, dass im Glattal mit der Bahn ein Return on Investment von 20-mal der Investitionssumme realisiert wurde kann ohnehin nicht nachgewiesen werden.

Daniel Jäggi, Fahrweid-Geroldswil

Kommentar verfassen