Limmattalbahn Projekt basiert auf unrealistischen Annahmen

Limmattalbahn Projekt basiert auf unrealistischen Annahmen, auf nur einem Szenario

Leserbrief in der az Limmattaler Zeitung (in blau, fett und kursiv, was die az Redaktion herausgestrichen hat) vom 30. Oktober: „Limmattalbahn – Argumente zur Ablehnung des Projektes“

Im Projekt der Limmattalbahn (Limmattalbahn) fehlt eine glaubwürdige Bedürfnisabklärung, nämlich transparente Analysen der erwarteten Verkehrsströme und Berechnungen für die zusätzlich zu schaffenden Transport-Kapazitäten unter Berücksichtigung des möglichen Kapazitätsausbaus der S-Bahn und den Bussen.

Es wird lediglich spekulativ unterstellt, dass 60 % des ohnehin zu hoch geplanten und bestimmt nicht zutreffenden Bevölkerungswachstums den öffentlichen Verkehr, inkl. LTB benützen würden, heute sind es gerade 21 % im Limmattal (NZZ 8.3.14), d.h. die zugrunde gelegten Frequenzen sind absolut unrealistisch. Die Annahmen im Projekt können heute ohnehin nicht mehr stimmen, weil im geplanten Wachstum die bereits erfolgten umfangreichen Wohn- und Geschäftsbauten in Schlieren und Dietikon (Limmatfeld) enthalten sind, diese erfolgten nicht wegen und zu Gunsten der geplanten LTB.

Bereits heute zeichnet sich im zürcherischen Limmattal eine zurückhaltende Bau-Entwicklung ab. Deshalb würde im Gegensatz mit einer fixen Investition in eine LTB der Kapazitätsausbau mit Bussen den Gegebenheiten in jeder Beziehung besser entsprechen, weil die Investitionen dynamisch erfolgen können.

Die geplante Streckenführung der LTB würde motorisierten Individualverkehr nicht wie angenommen entlasten

Die LTB würde von Zürich-Altstetten bis Dietikon-West einen schmalen Korridor weitestgehend parallel zur S-Bahn bedienen, weit weg von den überlasteten Strassen, wie z. B. A1, Nord- und Westumfahrung sowie Bernerstrasse (Staus hier trotz bestehender BDWM-Bahn).

Der motorisierte Individualverkehr würde im Limmattal mit der LTB kaum entlastet. Auch würden Zürcher kaum mit der LTB im Einkaufszentrum Spreitenbach einkaufen gehen.

Daniel Jäggi, Fahrweid-Geroldswil

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