Die Limmattalbahn nächtigt im „Müsli“

Wie die az Limmattaler-Zeitung am letzten Freitag berichtet hat, soll für die völlig unnötige Stadtbahn ein Depot beim Rangierbahnhof Limmattal gebaut werden. Dort, weil das Land ausserhalb der Wohnzone liege und weil ein Standort innerhalb des Siedlungsgebietes nicht möglich sei… Weitere 13000 Quadratmeter Dietiker Kulturland sollen zubetoniert werden. Totaler Grössenwahnsinn für weitere 40 Millionen! Und wieder ist kein Schrei der Grünen zu hören! Und der Hohn: Die beanspruchte Fläche soll irgendwo im Kanton Zürich kompensiert werden…

Wie zu lesen ist, wird auch der zukünftige Betreiber noch eine Werkstatt für den Grossunterhalt benötigen. Dafür muss wohl weiteres Kulturland vernichtet werden. Oder ist der Betreiber heimlich schon bestimmt? Kommt nur einer in Frage, der bereits über einen bestehenden Depotstandort verfügt? Das würde die Wahl einschränken, den Wettbewerb reduzieren und den Preis in die Höhe treiben.

Einmal mehr muss festgestellt werden, dass fahrleitungslose Elektrobusse der neusten Generation einen weit kleineren Eingriff in die Natur zur Folge hätten und auch das Dietiker Stadtzentrum nicht zerstören würden. Wann kommen Planer und Politiker zur Einsicht? Letztere vielleicht vor den nächsten Wahlen.

Die Geschichte erinnert mich an Max und Moritz: Die, anstatt durch weise Lehren, sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachen  und sich heimatlich lustig machen. Das gereimte Vorwort verweist darauf, dass diese Geschichte auch auf andere „Spitzbuben“ übertragbar ist. – Dieses war der zweite Streich und der nächste folgt sogleich?

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