Welche Arroganz der Limmattalbahn AG

Es werden bereits gewisse Aufträge vergeben

Leserbrief von Thomas Grädel in der az Limmattaler Zeitung vom 6. Oktober 2015 zur Abstimmung über dem Bau der Limmattalbahn am 22. November.

Die Limmattalbahn AG beachtet die Bevölkerung gar nicht. Obwohl am 26. Mai ein Referendum gegen die Limmattalbahn eingereicht wurde und die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 22. November  2015 über die Bahn entscheiden, werden weiterhin Submissionsausschreibungen (25. September) und Zuschläge für über eine halbe Million Franken (4. September) getätigt.

Somit müssen Firmen Offerten erarbeiten, die ins Leere laufen. Ausserdem müssen sich ortsansässigen Firmen keine Hoffnungen auf Aufträge machen. Beim Gleisbau bei der Hardbrücke gingen Aufträge von über einer Million Franken nach Wien und Trier. Interessant ist auch, dass erst am 5. Juni ein Planungsbüro das Mandat für ein übergeordnetes Verkehrskonzept „Kreuzung Schiene/Strasse“ erhielt.

Was machten die Planer in den vergangenen Jahren? Ein unnützes doppelspuriges Gleis entlang der S-Bahnlinie planen, welches  sie jetzt versuchen, dem Steuerzahler schmackhaft zu machen? Aber die Bevölkerung, die sich mit dem Projekt befasste, lässt sich nicht täuschen. Darum sind die Vereine „Limmattalbahn – so nicht“ und „Limmattalbahn – Nein“ sowie die kantonale SVP, JSVP, die Mehrheit der Gemeinderäte in Schlieren und der Hauseigentümerverband Schlieren gegen das Projekt.

Thomas Grädel, Präsident „Limmattalbahn – so nicht“, Schlieren

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